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Wir backen Hungerbrot

Vor wenigen Monaten behandelten wir im Fach Deutsch bei Frau Reinold das Thema "Märchen". Wir waren zusammen mit ihr und Frau Sippel im "Heimatmuseum" in Reutlingen. Dort gab es zur Themenausstellung "Märchen" ein sogenanntes "Hungerbrot", sprich ein Brot, das schon fast 200 Jahre alt war.

Das Hungerbrot ist ein Brot, welches aus Rinde und Naturkräutern, hauptsächlich aus Moosen und Gräsern, besteht. Da uns dieses Brot so faszinierte, weil es schon so alt war, machte Frau Reinold uns den Vorschlag, ein ähnliches Hungerbrot nach zu backen - und dieses geschah am Freitag, den 12.04.2013 von 13.00 -16.00 Uhr.

Frau Reinold brachte Holzrinde mit, welche einige der Schüler vom Stamm entfernen durften. Andere sammelten Moose und Gräser. Wir gingen zusammen in die MUM-Küche, die wir das erste Mal sahen. Doch zuerst gab es für alle Spaghetti Napoli, die von Frau Reinold gekocht und gesponsert wurde. Es schmeckte prima. Frisch gestärkt konnten wir uns an die Arbeit machen: Moose und Gräser waschen, Erde und Wurzeln entfernen und die Rinde so klein wie möglich zerbröckeln. Das war wirklich viel Arbeit.

Die Leute vor 200 Jahren, die es nötig hatten, ein Hungerbrot zu backen, hatten bestimmt kein Weizenmehl, doch wir konnten uns in der heutigen Zeit damit behelfen und arbeiteten die Holzrinde und Moose und Gräser in den Teig ein. Der Teig bestand also nur aus Wasser, Mehl, Rinde und Moose bzw. Gräsern. Wir formten den Teig zu kleinen Brötchen und backten sie bei 200 C° ca. 20 Minuten im Ofen. Die Wartezeit ging schnell vorbei, denn wir mussten richtig viel aufräumen, spülen und sauber machen. Doch die Arbeit lohnte sich: Wir haben relativ gut schmeckende kleine Hungerbrötchen gebacken. Leider wurden sie, sobald sie kalt waren, sehr schnell hart.

Zum Glück haben wir heutzutage richtig leckere Brote, die sogar länger halten. Das backen machte sehr viel Spaß. Danke nochmal an Frau Reinold für die Spaghetti. :)

Klasse 5b der Hermann-Hesse-Realschule

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