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Projekt Drogen und Suchtgefahren

Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d der Hermann-Hesse-Realschule informieren über die Arbeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie Tübingen

Dr. Gottfried Barth im Gespräch mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d Hermann-Hesse-Realschule Dr. Gottfried Barth von der Kinder- und Jugendpsychiatrie Tübingen berichtete den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8d der Hermann-Hesse-Realschule anschaulich aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die psychisch erkrankt sind und ihren Lebensalltag nicht mehr ohne Unterstützung bewältigen können. Die Klasse hatte Dr. Barth im Rahmen ihres Projekts zum Thema Drogen und Suchtgefahren zu einem Expertengespräch eingeladen, um mehr über die Lebenssituation, Betreuung und therapeutische Behandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher zu erfahren.

Bei seinem Bericht über die Arbeit der Jugendpsychiatrie beschrieb Dr. Barth überaus anschaulich gängige Krankheitsbilder, die ihm in seiner Berufspraxis begegnen. Viele Kinder und Jugendliche leiden an verschiedenen Suchterkrankungen und dabei zunehmend mehr an Computer- und Mediensucht. Bei der Behandlung steht im Vordergrund, wie man Kindern und Jugendlichen helfen kann. Gerade auch dann, wenn die jungen Patienten unter Computersucht leiden und die Schule schwänzen, geht es darum, die Ursachen zu verstehen, um dann geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Die Behandlungsmethoden können dabei sehr vielfältig sein - sie reichen beispielsweise von Gesprächs- und Beschäftigungstherapie, Maltherapie bis hin zur Begegnung mit Tieren, die einen sehr günstigen Einfluss auf den Genesungsprozess haben können. „Der Umgang mit Tieren tut der Seele gut“, so Dr. Barth.
Bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommt es vor allem an, eine gute Vertrauensbasis zu den jungen Patienten aufzubauen. Gerade bei Suchtabhängigen ist der Entwöhnungsprozess oft sehr langwierig zumal sich hinter den Suchterkrankungen oft tiefgreifende soziale Probleme und psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen verbergen.

Beeindruckt zeigte sich Dr. Barth von den Arbeitsergebnissen der Schülerinnen und Schüler, die sie rund um das Thema Drogen und Suchtgefahren erarbeitet haben. Im Rahmen eines mehrwöchigen Projektes zu Fragen rund um Alltagsdrogen, harten Drogen, Medienabhängigkeit, Essstörungen oder Therapiemöglichkeiten hatten sie vielfältige Informationen gesammelt und in einer Plakatausstellung ihre Ergebnisse eindrucksvoll dokumentiert.

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